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Verlustscheine - Wie wertvoll sind sie in öffentlichen Verwaltungen?

Aktualisiert: 7. Apr.

Verlustscheine markieren oft das vorläufige Ende eines Inkassoverfahrens in der Schweiz und bestätigen, dass eine Forderung nicht oder nur teilweise eingetrieben werden konnte. Trotz ihres Rufes als "wertlos" können Verlustscheine zu einem späteren Zeitpunkt wertvoll werden, wenn der Schuldner wieder zahlungsfähig ist. Dieser Blogbeitrag erläutert die Bedeutung von Verlustscheinen, insbesondere im Kontext der Steuerinkasso, und gibt Einblick in ihre effektive Bewirtschaftung.


Die Rolle von Verlustscheinen im Steuerinkasso

Steuerverwaltungen in den Kantonen und Gemeinden, als die grössten Gläubiger in der Schweiz, spielen eine zentrale Rolle beim Umgang mit Verlustscheinen. Zum Beispiel generiert die kantonale Steuerverwaltung des Kantons Bern jährlich etwa 20 Millionen Franken durch die erfolgreiche Bewirtschaftung von Verlustscheinen. Diese Einnahmen entstehen, wenn Schuldner, die bereits als zahlungsunfähig galten, zu neuen Einkünften oder Vermögen gelangen.


Unterschiedliche Arten von Verlustscheinen

Es gibt drei Hauptarten von Verlustscheinen:

  • Pfändungsverlustschein (Art. 149 SchKG): Dieser wird ausgestellt, wenn eine Pfändung nicht zur vollständigen Deckung der Forderung führt.

  • Verlustschein nach Art. 115 SchKG: Dieser folgt, wenn nach einer erfolglosen Betreibung keine Pfändung möglich war.

  • Konkursverlustschein: Diese Art wird nach einem abgeschlossenen Konkursverfahren ausgestellt und hat spezielle Eigenschaften, die wir in diesem Blog detailliert betrachten.


Verjährung und Reaktivierung von Verlustscheinen

Die Verjährungsfrist von Verlustscheinen beträgt 20 Jahre. Diese Frist kann jedoch unterbrochen werden, etwa durch eine Schuldanerkennung des Schuldners oder ein neues Betreibungsbegehren des Gläubigers. Speziell bei Schuldnern welche das Rentenalter noch nicht erreicht haben, ist die Verjährungsunterbrechung oftmals sehr sinnvoll.


Herausforderung Personalressourcen

Die effektive Bewirtschaftung von Verlustscheinen stellt für öffentliche Institutionen oftmals eine Herausforderung dar, da die personellen Ressourcen dafür fehlen. Werden Verlustscheine nicht aktiv bewirtschaftet ist die Erfolgsquote oft gering und dem Gläubiger geht damit viel Geld verloren. Um die Verlustscheine effektiv zu bewirtschaften macht es Sinn auf moderne Inkassolösungen zu setzen, welche den Arbeitsaufwand reduzieren oder die IMEK als externes Inkassobüro auf Provisionsbasis (völlig ohne Kostenrisiko) damit zu beauftragen, danke einem systematischen Ansatz und entsprechender Expertise können die Erfolgschancen maximiert werden​​​​.


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